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„Le Mirage”: Fady Maalouf live im Berliner Tempodrom

Wenn man erfolgreich sein will, muss man eine Leidenschaft haben

Sonnabendmittag. Irgendwo in Nordberlin. Eigentlich vermutet man Künstler in den hippen Ecken.

Fady Maalouf wohnt lieber hier oben, schön beschaulich inmitten schicker alter Villen und viel Grün.

Fady Maalouf

Hühner gibt es hier keine, dafür dörfliches Glockenläuten und viel Ruhe.

Geboren wird Fady Maalouf während des Bürgerkrieges im Libanon. Die Familie lebt mal in einem französischen Dorf, mal in seiner Heimat im Norden Beiruts.

Er studiert Modedesign, lernt bei dem libanesischen Designer Elie Saab und arbeitet schließlich als Assistent in dessen Pariser Schneiderei.

Als sich 2006 die politische Situation in Beirut wieder verschärfte, kommt Maalouf nach Deutschland, lebt zuerst in Hamburg und zieht schließlich nach Berlin. Bekannt wird er 2008 als Finalist der fünften Staffel der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“.

Wow, Du wohnst sehr schön. Ein bisschen orientalisch. Die Wohnung ist riesig. Lebst Du alleine hier?
Fady Maalouf: Wir wohnen hier zu dritt. Seit zwei Jahren. Eine Männer-WG.

Wie hat der Tag heute für Dich angefangen und was gab es zum Frühstück?
Saft, viel Käse und Brot und Brötchen. Das mag ich sehr. Heute konnte ich ausschlafen und habe den Vormittag genutzt, um das Konzert in Berlin vorzubereiten und mit der Band zu proben.

Wir spielen fünf Lieder meines neuen Albums beim Konzert und die Stücke müssen noch einstudiert werden. Allerdings erscheint das Album selbst erst im Frühjahr, wir sind gerade mit den Vocal-Aufnahmen fertig.

Das ist Dein drittes Album. Was werden wir hören?
Fady Maalouf: Das Thema meines Konzertes ist ‘Le Mirage’. Es gibt popige Songs mit einem Hauch musikalischer Einflüsse aus dem Libanon. Dort wurde ich geboren und mit dieser Musik kann ich authentisch bleiben.

Und ich singe auf französisch, englisch und arabisch. Das trifft auch auf das Album zu, das ich übrigens zum ersten Mal selbst geschrieben habe, gemeinsam mit meinem Produzenten.

Wann bist Du aus dem Libanon nach Deutschland gekommen?
Fady Maalouf: Mit 27 Jahren. Zuerst habe ich drei Jahre in Hamburg gewohnt.

War das kein Kulturschock?
Fady Maalouf: Eigentlich nicht. Ich finde die Deutschen sehr freundlich. Im Libanon sind die Menschen aufgrund der Vergangenheit sehr frustriert. Wenn eine Sache nicht funktioniert, werden sie schon mal laut.

Leben Deine Eltern auch hier?
Fady Maalouf: Nein, im Libanon. Ich habe sie im Juni dort besucht. Wir sehen uns mindestens viermal im Jahr. Mein Vater wurde ja in Berlin geboren.

Zurück zum Konzert. Oder ist es mehr eine Show?
Nein, das ist schon ein Konzert. Eine orientalische Tänzerin wird auftreten und auch die Bühne ist orientalisch eingerichtet.

Also kitschig?
Fady Maalouf: Nur ein Touch Kitsch. (lacht)

Apropos Kitsch. Weihnachten rückt näher. Freust Du Dich aufs Fest?
Fady Maalouf: Total. Ich bin ein Weihnachtsfreak. Ich liebe die Weihnachtsmärkte und feiere mit Freunden und Familie oder skype mit denen, die ich nicht persönlich treffen kann.

Heiligabend gehe ich um Mitternacht in die Kirche, vielleicht auch am nächsten Tag. Ich suche mir immer eine Kirche aus, die schöne Musik anbietet und ich mitsingen kann.

Und natürlich gibt es auch einen Festbraten und viele Geschenke, die unter dem Baum liegen.

Bereitest Du den Braten selbst zu?
Fady Maalouf: Natürlich. Ich koche leidenschaftlich gerne. Es wird Hähnchen geben, mit Soße, Salat, dazu Käse und Nüsse und Wein. Vielleicht versuche ich mich auch an Ente mit Kirschen. Das will ich schon lange machen.

Was verschenkst Du?
Fady Maalouf: Konkret weiß ich das noch nicht. Ich gehöre zu denen, die vier Tage vorher mit Panik losrennen, dann aber auch etwas wirklich Schönes finden.

Und was wünscht Du Dir selbst?
Fady Maalouf: Ich selbst freue mich über technische Geräte. iPhone-Zubehör oder etwas für den Computer.

Das sind Sachen, mit denen ich arbeite oder die ich täglich nutze. Ich lasse mich überraschen. Natürlich bin ich auch gespannt, was das nächste Jahr bringen wird, ob das neue Album erfolgreich ist, auch das wünsche ich mir. Und ob andere Projekte gut laufen.

Die da wären?
Fady Maalouf: Ich werde ein Fitness-Studio eröffnen. In Charlottenburg. Sport ist meine Leidenschaft. Manchmal ärgert mich, dass in dem Studio, in dem ich trainiere, manche Geräte fehlen oder die Benutzung einfach sehr teuer ist. Da liegt es nahe, ein eigenes zu öffnen. (lacht) Wenn man erfolgreich sein will, muss man eine Leidenschaft und viele Interessen haben.

Vielen Dank für das Gespräch!

Die Weihnachtssingle „This Special Night“ von Fady Maalouf ist vor wenigen Tagen erschienen.

Am 26. November steht er außerdem live auf der Bühne im Berliner Tempodrom (Möckernstraße 10). Beginn ist um 20 Uhr.

Tickets gibt es für 42 Euro bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.

Wir verlosen 1×2 Freikarten unter den Lesern, die am morgigen Freitag zwischen 13 und 13.05 Uhr unter der Nummer 41909-140 anrufen.

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11 Responses to „Le Mirage”: Fady Maalouf live im Berliner Tempodrom

  1. ikas 24. November 2011 um 17:20 #

    Schönes Interview :)

  2. Karin 24. November 2011 um 17:53 #

    Danke für das schöne und auch für einen versierten Fan sehr informative Interview, das ich mit viel Freude und Interesse gelesen habe.

  3. keinFanmehr 24. November 2011 um 17:53 #

    aha, ich dachte als Vegetarier isst man keinen Braten? Und dann ein Fitnessstudio eröffnen, woher kommt denn das viele Geld? Von seiner Organisation, die eigentlich Kindern helfen soll? Suspekt und ich weiß schon, warum ich solch einem kein Geld mehr in den Rachen werfen werde !

  4. Kathy 24. November 2011 um 18:33 #

    Danke für dieses sehr schöne Interview. Jetzt bin ich natürlich noch neugieriger auf das Konzert am Samstag und auf das neue Album, kann es kaum mehr erwarten.

  5. Diana 24. November 2011 um 18:44 #

    Danke für das schöne Interview :-)

  6. marko 24. November 2011 um 19:51 #

    42 euro? ganz schön frech herr maalouf

  7. Renate 24. November 2011 um 19:52 #

    Wirklich gut gemachtes Interview! Freu mich sehr auf Le Mirage!

  8. ikas 25. November 2011 um 19:58 #

    @ keinFanmehr : Vielleicht kommt das Geld ja von den Konzert- und CD-Einnahmen und anderen Auftritten der letzten 3 Jahre?! Glaubst du wirklich er nimmt das Geld von einer Hilfsorganisation in der er eigentlich nur ein Ehrenmitglied ist, für die Gründung seines Fitnessstudios? Wie bist du bitte drauf?
    Mal abgesehen davon, dass er nie direkt gesagt hat er sei Vegetarier. Er isst nur nicht so gerne und oft Schweinefleisch. Da ich davon ausgehe, dass du mal Fan von ihm warst, hoffe ich, das sind nicht die Gründe, dass du keiner mehr bist.

  9. Monika 28. November 2011 um 21:46 #

    Ein schönes Interview,
    aber die Wirklichkeit hat es noch übertroffen!
    War auf dem Konzert und bin restlos begeistert!!!

  10. sarahexfan 30. November 2011 um 12:02 #

    mit der pummel figur wirkt er als fitness studio eröffner aber unglaubwürdig

  11. LeMmi 2. Dezember 2011 um 10:16 #

    Mir gefällt das Interview auch gut ;) und das Konzert war wirklich sehr schön. Das einzige was mich stört sind diese Nörgler und Motzer, auch wenn man kein Fan mehr ist muss man nicht alles schlecht machen. Wenn man wahre Größe, Respekt vor anderen Menschen und Meinungen hätte, evtl. auch noch eine gute Erziehung dann würde man sich ruhig zurückziehen und nicht derartige sinnlose Kommentare abgeben die nur provozieren und verletzen…tztztz armer kleiner Mensch du tust mir wirklich leid…Neid, Eifersucht und die Erkenntnis das man übersehen werden kann sind schlimme Erfahrungen aber du wirst es überstehen…hoffentlich ohne derartige Kommentare in der Zukunft ;)

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