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Buch „Frohnau in seinen Anfängen“ nun erhältlich

Poloplatz, Invalidensiedlung und Planungsideen hautnah

Frohnau. Die Gartenstadt Frohnau ist ein besonderer Ortsteil Reinickendorfs. Im vergangenen Jahr hat sie ihren 100. Geburtstag gefeiert und hat in den vergangenen zehn Dekaden viel erlebt und Veränderungen durchlaufen. Nun ist ein neues Buch erschienen, das die Anfänge der Gartenstadt beschreibt. Unter dem Titel „Frohnau in seinen Anfängen“ hat der Berliner Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau e.V. – Herausgeber ist Hans-Peter Lühr – die Beiträge zusammengeführt, die der Bürgerverein anlässlich von „100 Jahre Frohnau“ im Centre Bagatelle im Rahmen von Vorträgen vorgestellt wurden.

Buchcover "Frohnau in seinen Anfängen"Im Beitrag von Hans-Peter Lühr wird eingangs auf die Struktur und die Gestaltung der Siedlung Berlin-Frohnau eingegangen und herausgestellt, dass Frohnau ein städtebauliches Unikat ist. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Planer Joseph Brix und Felix Genzmer gerichtet, die den Wettbewerb 1908 für die Errichtung der Gartenstadt Frohnau gewannen und die Planung sowie die Gestaltung der neuen Siedlung auf der Basis der um die Jahrhundertwende von den Sozialreformern in England und Deutschland entwickelten „Gartenstadtbewegung“ aus einem Guss realisierten, sodass Architektur und Siedlungsgestaltung ausgewogen miteinander harmonierten. Im Beitrag wird deutlich, welche Elemente Frohnau prägen und worauf es zukünftig ankommt, wenn man das Unikat „Frohnau“ erhalten will.

Die bildhaften Beiträge von Schülern unter Anleitung von Katrin Pollok und der Architektin Gudrun Sack geben einen eindrucksvollen Überblick über den Siedlungsstil an Hand von zahlreichen Häusern und Bauten sowie ihren damaligen Architekten wieder.

Der Beitrag von Wolfram Sternbeck handelt von der Geschichte der Invalidensiedlung. Er beschreibt die historischen Hintergründe von der Gründung des Invalidenhauses in Berlin (heutige Invalidenstraße) bis zu dessen Umsiedlung nach Frohnau. Und auch das Kapitel über den Poloplatz von Klaus Pegler hebt ein weiteres Element Frohnaus hervor, das Frohnau besonders macht.

Den Abschluss macht die Laudatio zur Einweihung des „Joseph Brix-Felix Genzmer Park“.

Herausgeber Hans-Peter Lühr hält das Werk für ein gelungenes Buch, das auf jeden Gabentisch – zumindest im hohen Norden Berlins – gehört. Dennoch über auch auch Kritik: So hätten seines Erachtens nach bestimmte Beiträge für den Druck sorgfältig überarbeitet werden sollen. So haben die Schüler aus der „Wuttke-Villa“ eine „Wudke-Villa“ gemacht, und auch der Beitrag zum Wohnhaus in der Welfenallee 47 hätte seiner Ansicht nach sorgfältiger recherchiert werden müssen: „Straumer hat für dieses Landhaus niemals einen Bauherrenpreis bekommen“, sagt er. „Den seit 1992 ausgelobten Bauherrenpreis Reinickendorf haben tatsächlich die derzeitigen Bewohner 2008 in Würdigung herausragender denkmalgerechter Instandsetzung und Modernisierung zugesprochen bekommen.“

Dennoch ist er vom Buch überzeugt: „Diese Kleinigkeiten hindern jedoch den Wert des Buches für den Leser keineswegs und verstellen auch nicht den Blick auf das wesentliche Anliegen des Berliner Bürgervereins der Gartenstadt Frohnau e.V. mit der Vorlage dieses Buches, die besondere Bedeutung von Frohnau in der Berliner Siedlungsgeschichte deutlich zu veranschaulichen.“

Das Buch „Frohnau in seinen Anfängen ist im Eigenverlag Berliner Bürgerverein in der Gartenstadt Frohnau e.V. erschienen.

Herausgeber ist Hans-Peter Lühr. Es kostet 19,50 Euro und ist erhältlich in der Buchhhandlung Haberland Frohnau, bei der Berliner Bank Frohnau, der Commerzbank Frohnau, bei Prof. Dr. Lühr (E-Mail: hp.luehr@t-online.de ) und bei Heide-Marie Drescher (Telefon: 404 72 66 oder E-Mail: heide-mariedrescher@gmx.net).

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