Leichtathletik. Diese Frau ist wie ein besonders guter Wein, sie wird mit den Jahren immer besser: Mit fast 30 Jahren überrascht Maren Schulze nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen immer wieder aufs Neue.
Obwohl sie Vollzeit berufstätig ist, verbesserte sie ihre alte 60m-Bestzeit von 7,55 Sek. aus dem Jahr 2004 (zugleich auch LG-Nord-Rekord) nach acht Jahren erst im Vorlauf der Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften auf 7,53 Sek. und im Endlauf sogar auf 7,50 Sek. Damit gewann sie mit 2/100 Sek. Vorsprung auch knapp den Titel vor Nadja Bahl vom SC Potsdam und über 200 m siegte sie in 24,05 Sek. deutlich. Ihre Hallen-Bestzeit (24,01 Sek. im Jahr 2005) wird diese Saison in der Form wohl kaum überleben.
Auch Carsten Schlangen holte das Double, er siegte über 800 m in 1:50,48 Min. mit neuer persönlicher Hallenbestleistung und über 1500 m in 3:44,75 Min. souverän.
Insgesamt holte die LG Nord in Potsdam neun Titel. Über die 1500 m der Frauen siegte die A-Jugendliche Caterina Granz bei ihrer Premiere auf dieser Strecke in 4:37,29 Min. auf Anhieb mit einer ordentlichen Zeit. Am Vortag war sie in Erfurt bei den thüringischen Meisterschaften außer Konkurrenz über 800 m an den Start gegangen und Zweite geworden.
Charlotte Brauch holte mit 1,71 m ihren ersten Berliner Einzeltitel im Hochsprung. Nachdem sie tags zuvor in Wuppertal bei einem Meeting auf Schwingboden 1,80 m gesprungen war, war die Umstellung auf harten Tartan mit Anlauf in der Steilkurve zu schwierig.
Weitere Titel holten „Neunordlerin“ Antje Bock mit 2,80 m im Stabhochsprung, überraschend die U16 4×200-m-Staffel der A-Schülerinnen, die in der Besetzung Lena Seifert, Sarah Hauser, Sina Hauser und Janice Wobst in 1:47,28 Min. siegte, und die U20 4×200-m- Staffel der Jungs in der Besetzung Stephan Hartmann, Marc Koch, Marcel Matthäs und Domenic Schupp in 1:30,17 Min. Pech hatte dagegen die weibliche Staffel über 4×200 Meter der U20.
Eine Konkurrentin trat Sina Badalge so ungeschickt von hinten in die Ferse, dass Sina stürzte und sich dabei unangenehme Verstauchungen und Schürfwunden einfing. An ein Weiterlaufen war nicht zu denken.
Beim „Hoch-hinaus-Meeting“ für Hochspringer in Hannover am Mittwoch der vergangenen Woche wurde Charlotte Brauch mit 1,74 m Zweite, Pauline Eberwein mit 1,65 m Fünfte. Bei den Männern belegte David Mundinger mit zwei Metern Rang sieben.
Fotos Maren Schulze & Carsten Schlangen: Peter Weber
Foto U20-Staffel: Privat







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