Bürger nutzten Informationsveranstaltung im BVV-Saal
Heiligensee / Wittenau. Im Frühjahr wird mit der Sanierung der maroden Ruppiner Chaussee zwischen Hennigsdorfer Straße und Schulzendorfer Straße begonnen.
Auf 2,1 Kilometer Länge wird nicht nur die Straße erneuert, sondern es werden auch Rad- und Gehwege neu angelegt sowie Trinkwasser- und Regenwasserkanäle installiert.
Kostenpunkt: 7 Millionen Euro. Um für einen reibungslosen Ablauf der 20-monatigen Bauarbeiten zu sorgen und den Umleitungs- und Durchgangsverkehr für Anwohner so störfrei wie möglich zu halten, wurde ein Umleitungskonzept für den Auto- und Busverkehr erarbeitet. Dieses Konzept stellte Baustadtrat Lambert am Dienstag im Rathaus Reinickendorf den interessierten Bürgerinnen und Bürgern vor.
„Natürlich bringt jede Baumaßnahme Belastungen mit sich“, sagte Baustadtrat Martin Lambert (CDU) zu Beginn der Veranstaltung im Saal der Bezirksverordnetenversammlung. „Aber wir wollen eben diese Belastungen für Heiligenseer Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich halten.“
Aus diesem Grund wurde viel Zeit in ein Umleitungskonzept investiert, das von Mitarbeitern des Tiefbauamtes wie Marion Schwarz und Rolf Hirschfeld, der Verkehrslenkung Berlin, der BVG und dem Ingenieurbüro Bartels und Langer GbR entwickelt wurde.
Dabei wird nun ab Beginn der Bauarbeiten die Ruppiner Chaussee einseitig stadtauswärts, also in Richtung Hennigsdorf, befahrbar sein. Zufahrten zu den Grundstücken sollen – bis auf einige wenige Tage – frei sein.
Der 124er fährt in Richtung Alt-Heiligensee die gewohnte Busstrecke, muss allerdings in Richtung Tegel eine veränderte Streckenführung wählen. Er fährt dann von Alt-Heiligensee über die Schulzendorfer Straße und biegt rechts in die Ruppiner Chaussee ab, um dann auf üblicher Strecke in Richtung Tegel zu fahren. Das Kopfsteinpflaster der Schulzendorfer Straße wurde für den Busverkehr zwischen Heiligenseestraße und Dachsbau mit einer Asphaltschicht versehen.
Dasselbe ist auch mit der Hennigsdorfer Straße geschehen.
Um mögliche Schleich- und Raserwege von vornherein durch kleine Straßen auszuschließen, wird die Schulzendorfer Straße zwischen Platenhofer Weg und Am Dachsbau als Einbahnstraße eingerichtet.
Einbahnstraßen wird es auch im Rosenorter Steig, im Zeisgedorfer Weg und im Mattenbuder Pfad geben, damit Autofahrer nicht durch bewohntes Gebiet „abkürzen“.
Vier zusätzliche Ampeln werden provisorisch eingerichtet, und zwar vor der Otfried-Preußler-Grundschule, an der Ecke Ruppiner Chaussee/Hennigsdorfer Straße, Schulzendorfer Straße/Ruppiner Chaussee und Hennigsdorfer-/Schulzendorfer Straße.
Begonnen wird mit dem Abschnitt zwischen Hennigsdorfer Straße und Stolpmünder Weg. „Dieser Straßenbereich ist der tiefste, und hier wird auch der Schmutzkanal als erstes gebaut, um Regenwasser abfließen zu lassen“, erklärte Hirschfeld. Zeitgleich werde auch mit dem Bereich von der Schulzendorfer Straße bis zur Polizei begonnen.
Kritik kam besonders von Anwohnern der Hennigsdorfer Straße. Seit die Asphaltdecke auf die marode Straße aufgetragen wurde, ist die Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer aufgehoben. „Nun fahren die Autos und Lkw nicht 50 km/h, sondern 70.“ Anwohner befürchten vor allem in Bauarbeiten-Zeiten durch die Umleitung des Verkehrs über die Hennigsdorfer Straße noch mehr rasende Autos. Sie wünschen sich wieder eine Beschränkung auf Tempo 30. Baustadtrat Lambert versprach, dies zu prüfen.
Um aber möglichst wenig Verkehr durch Heiligensee fließen zu lassen, wird am Kreisverkehr in Hennigsdorf bereits ein Schild aufgestellt, das den Autoverkehr über Stolpe auf die A 24 lenken soll. Im Anschluss an die Sanierung der Ruppiner Chaussee wird dann die Hennigsdorfer Straße erneuert.
Foto: Flechtner







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