Handball. Es war eine Partie mit Endspielcharakter: Bereits drei Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase in der Champions League ging es im direkten Duell für die Füchse Berlin und das russische Team von Chekhovskie Medvedi um entscheidende Punkte für den möglichen Einzug in die K.o.-Runde der letzten 16.
Gänsehaut-Atmosphäre herrschte schon vor Beginn der Begegnung in der mit 8590 Zuschauern gefüllten Max-Schmeling-Halle. Und die Halle sollte dann zum wahren Hexenkessel werden. Am Ende setzten sich die Berliner mit 31:28 (17:19) durch.
Auf beiden Seiten wechselten sich gute Phasen mit schwächeren ab. Ivan Nincevic legte kurz nach der Aufholjagd der Hausherren den Führungstreffer nach 20 Spielminuten nach. Doch auch der Serienmeister aus Moskau zeigte mehr und mehr seine spielerische Klasse. Rückraumspieler Shelmenko und der wuchtige Siarhei Harbok krachten immer wieder durch die Füchse-Defensive, zur Pause stand es 19:17 für die Russen.
In der zweiten Hälfte kehrte Silvio Heinevetter ins Füchse-Tor zurück und bewahrte die Hausherren vor einem höheren Rückstand. Beim Stand von 23:22 nach 46 Minuten war der Rückstand gedreht. Vier Minuten vor dem Spielende sorgte der überragende Rechtsaußen Markus Richwien mit seinem achten Treffer für den 27:27-Ausgleich. Dann parierte erneut Heinevetter, kurz darauf traf Nincevic. Mark Bult blieb cool am Punkt, verwandelte einen Siebenmeter zum vorentscheidenden 30:28. Nochmals hielt Heinevetter, den Schlusspunkt setzte Sven-Sören Christophersen.
Die Füchse belegen den dritten Tabellenplatz der Gruppe B. Mit einem Sieg aus den verbleibenden Spielen in Madrid und zu Hause gegen Silkeborg wäre der Achtelfinaleinzug endgültig perfekt. Die Partie gegen Silkeborg steigt am 25. Februar. Tickets unter www.fuechse-berlin.de.
Eine Woche nach der 23:24-Niederlage beim HSV Hamburg ging es in der Bundesliga am gestrigen Mittwoch gegen den SC Magdeburg weiter (nach Red.-Schluss). Am Sonntag treten die Füchse in Madrid an. Und im Dreitagesrhythmus geht es auch weiter. Am kommenden Mittwoch treten die Füchse bei der HSG Wetzlar an.
Unterdessen haben die Füchse den russischen Rückraumspieler Konstantin Igropulo (26) für drei Jahre verpflichtet. Der Linkshänder folgt Iker Romero vom FC Barcelona an die Spree. „Mit seiner Verpflichtung werden wir im Angriff noch ein Stück variabler“, so Manager Bob Hanning.
Foto: Steffen Wollmann






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