Nord-Berliner > Themen und Menschen rund um die Medizin

von Redaktion

Das Berlin/Berlin-Syndrom: zum Verwechseln ähnlich. Foto(s): Wikimedia/Laudahn
Das Berlin/Berlin-Syndrom: zum Verwechseln ähnlich. Foto(s): Wikimedia/Laudahn

Diagnose: Selbstüberschätzung!

Berlin. In der Medizin werden häufig Nominaldiagnosen verwendet. Gern auch in einer anderen Sprache. Das hat gleich mehrere Vorteile: Man beschreibt einen Zustand, der für jeden ersichtlich ist. Also man sagt nichts Falsches. Die Übersetzung in eine andere Sprache, vorzugsweise Latein, vernebelt ein bisschen die gute Absicht verständlich zu bleiben – etwas weiter gefasst könnte man das Wort „verständlich“ auch durch „ehrlich“ ersetzen. Unter diesem Aspekt soll die Diagnose „Selbstüberschätzung“ einmal näher untersucht werden. Verständlich und unter Umständen auch ehrlich.

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von Redaktion

Palliativ-Medizin darf in Bürokratie nicht untergehen Foto: Gerd Altmann/pixelio
Palliativ-Medizin darf in Bürokratie nicht untergehen Foto: Gerd Altmann/pixelio

Kampf gegen Bürokratie bis zum Lebensende

Heilen – manchmal, lindern – oft, trösten – immer. Das sagt schon ein französisches Sprichwort aus dem 16. Jahrhundert. Was ist Palliativmedizin? Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten, mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf kurative (also heilende) Behandlung anspricht und die Beherrschung der Schmerzen, anderer Krankheitsbeschwerden, psychologischer, sozialer  Beschwerden höchste Priorität besitzt. Die Palliativmedizin unterstützt auch die Angehörigen der Schwerstkranken. Dies erfordert eine möglichst ganzheitliche, individuelle Behandlung, Pflege und Begleitung zur Linderung der körperlichen Beschwerden und Unterstützung auf psychischer  und sozialer Ebene. Dabei läuft aber nicht immer alles so glatt, wie es laufen könnte. Wie jüngst auf einem Kongress mitgeteilt wurde, gestaltet sich die „Zusammenarbeit“ mit der Krankenkasse häufig als sperrig und zu umständlich. 

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Das menschliche Gehörorgan im Querschnitt Bild: Wikipedia
Das menschliche Gehörorgan im Querschnitt Bild: Wikipedia

„Mein Kind hört nicht!“

Dass ein Kind nicht hört, gehört, wenn es um das Gehorchen geht, zum Alltag. Die Problematik gerade beim Gehör liegt aber daran, dass viele Erkrankungen dieses Sinnesorgan oder Anteile davon schleichend befallen können. Wie der Fall der kleinen Carmen (siehe oben) zeigt, sind nicht immer äußere Anlässe erinnerlich, die angezeigt haben, wann das Gehör schlechter wurde. Ursächlich könnte bei Carmen (das ist aber Spekulation), sowohl die Erkrankung an einer Lungenentzündung selbst, als auch die Behandlung dieser Erkrankung gewesen sein. Es gibt eine Reihe von Arzneimitteln, speziell Antibiotika, die den Hörnerv schädigen können. Der Nord-Berliner stellt einige Fakten zu kindlichen Hörschäden vor.

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Carmen Reid heute. Auf dem rechten Ohr ist sie fast ganz taub. Für ein zweites Hörgerät fehlt den Eltern das Geld. Foto: Flechtner
Carmen Reid heute. Auf dem rechten Ohr ist sie fast ganz taub. Für ein zweites Hörgerät fehlt den Eltern das Geld. Foto: Flechtner

Von Jahr zu Jahr stiller um sie herum

TZANEEN/SÜDAFRIKA. Ganz leicht, nur ganz leicht dreht sie den Kopf in die Richtung, aus der die Stimme kommt, die mit ihr redet. Hören kann sie sie noch nicht. Aber als sie den Kopf noch mehr dreht, hilft ihr das Hörgerät im linken Ohr, die Töne weiterzuleiten und umzuwandeln. Für Carmen Reid gehört es zum Alltag, nicht richtig hören zu können. Bevor das 15-jährige Mädchen aus Südafrika das linke Hörgerät erhielt, war sie fast taub. Doch ihr Gehörverlust wurde lange Zeit nicht festgestellt, und so waren alltägliche Dinge, zum Beispiel am Schulunterricht teilzunehmen, einen Film im Fernsehen zu schauen oder einer Unterhaltung zu folgen, sehr beschwerlich für sie.

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Manche Fragen müssen wissenschaftlich fundiert geklärt werden. Bild: Stefan Bayer/pixelio
Manche Fragen müssen wissenschaftlich fundiert geklärt werden. Bild: Stefan Bayer/pixelio

Der purpurkrausige Schabrackenschrillschreier

Wenn Kinder fragen, kann es durchaus auch passieren, dass man die Antwort „gerade nicht parat hat“. Speziell, wenn man durch eine Kaskade von „Warums“ gequält wurde. Da hilft manchmal ein kleiner Kniff: So ein Fantasietier, wie in der Überschrift vorgestellt, wird bei den Kindern einen gedanklichen Stopp verursachen. Kinder mögen verrückte Dinge.  Das verschafft Luft.  Man muss nur den „Stopper“ von Zeit zu Zeit auswechseln. Für die Antworten, die das wirkliche Leben fordert, ist es aber dann doch besser, den Nord-Berliner zu lesen. Wir gehen allen Fakten auf den Grund. Wie ging es denn nun weiter mit der Striptease-Maus? Auch die wichtigste Frage wird abschließend geklärt: Gibt es den Weihnachtsmann?

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