Heilen – manchmal, lindern – oft, trösten – immer. Das sagt schon ein französisches Sprichwort aus dem 16. Jahrhundert. Was ist Palliativmedizin? Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten, mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf kurative (also heilende) Behandlung anspricht und die Beherrschung der Schmerzen, anderer Krankheitsbeschwerden, psychologischer, sozialer Beschwerden höchste Priorität besitzt. Die Palliativmedizin unterstützt auch die Angehörigen der Schwerstkranken. Dies erfordert eine möglichst ganzheitliche, individuelle Behandlung, Pflege und Begleitung zur Linderung der körperlichen Beschwerden und Unterstützung auf psychischer und sozialer Ebene. Dabei läuft aber nicht immer alles so glatt, wie es laufen könnte. Wie jüngst auf einem Kongress mitgeteilt wurde, gestaltet sich die „Zusammenarbeit“ mit der Krankenkasse häufig als sperrig und zu umständlich.