OBERBAYERN. Die kühne Pyramide des Matterhorns, der erhabene Montblanc, die düstere Nordwand des Eiger, die klassische Schneide des Bianco-Grates in der Bernina-Gruppe in Graubünden oder die drei Zinnen in den Dolomiten – Hotspots im weiten Alpenbogen. Aber es müssen gar nicht die ganz hohen Berge sein, die häufige Besuche lohnen und das Herz des Berliner Bergfreundes erwärmen. Wenn ich im Münchner Süden nach der riesigen Baustelle am Mittleren Ring am Luise-Kiesselbach-Platzes auf die A 95 einbiege, dauert es nicht mehr lange. Es geht an Wolfratshausen vorbei, an Seeshaupt. Dann geraten sie ins Blickfeld – Herzogstand und Heimgarten, 1730 und 1790 Meter hoch, verbunden durch einen langen Grat. So oft wie auf dem Herzogstand, zumindest auf den Herzogstandhäusern, war ich noch an keinem anderen Berg unterwegs.